- Die rein mechanische Spieltraktur setzt der Orgelgrösse und der Hinwendung zur Romantik gewisse Grenzen.
- An grossen Orgeln erschwert eine rein mechanische Registertraktur die Wiedergabe komplizierterer Kompositionen.
- Die moderne Ästhetik gerät vermehrt in Konflikt mit der traditionellen Gehäusekonstruktion.
- Das relativ fest gefügte Klangbild der traditionellen Orgel bietet der musikalischen Avantgarde zu wenig Möglichkeiten.
- Handarbeit und hohe Fertigungstiefe gepaart mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Individualität haben ihren Preis.
Obwohl wir weiterhin mit voller Überzeugung zum traditionellen Konzept stehen, nehmen wir die genannten Gegenargumente ernst. So finden sich vereinzelt in neueren Metzler-Orgeln wieder klangliche und technische Ideen, welche während Jahrzehnten gemieden wurden (Doppelregistrierung, symphonische Intonation, moderne Gehäusegestaltung).
Mit dieser stilistischen Horizonterweiterung machen wir durchaus positive Erfahrungen, da einerseits etliche Errungenschaften auch unseren traditionellen Orgeln zugute kommen und wir andrerseits neue Herausforderungen annehmen können. |